Die Gebrüder Wright

Die Gebrüder Wright waren Orville Wright und Wilbur Wright, sie werden als die Pioniere des Motorfluges bezeichnet. Auf sie geht der erste geglückte Motorflug zurück und sie waren auch für die eigentliche Entwicklung der Motorflugzeuge zuständig. Die Gebrüder Wright haben Geschichte geschrieben, als am 17. Dezember 1903 in dem kleinen Küstenort Kitty Hawk im amerikanischen Bundesstaat North Carolina der erste Motorflug glückte. Zwar dauerte dieser Flug nur 12 Sekunden, doch wurde bei weiteren Versuchen am gleichen Tag bereits 56 Sekunden geschafft, was einer Strecke von 260 Metern entsprach.

Pioniere der Technik

Die Gebrüder Wright haben ihre Leistung stetig verbessert und weiterentwickelt. Ihre Flugmaschinen wurden dauernd umgebaut, bevor neue Tests durchgeführt wurden. Im Nachfolgenden haben die Gebrüder Wright dann die Motorflugzeuge Flyer II und Flyer III erfunden, mit welchen sie dann bereits 30 Minuten in der Luft bleiben konnten. Im Jahr 1905 schafften es die Gebrüder Wright einen Flug von 38 Minuten Dauer durchzuführen, was einer Strecke von 45 km entsprach. Es war dann Orville Wright, der eine Neukonstruktion der Kommission in Fort Myers durchführte. Er schaffte es, sich mehr als eine Stunde in der Luft zu halten. Später wiederholte er diesen Versuch und nahm einen Passagier mit. Auch dieser Versuch glückte und die Gebrüder Wright waren erneut in den Schlagezeiten. Wilbur Wright, der ältere Bruder schaffte dann im gleichen Jahr einen Flug in 115 m Höhe. Für diesen benötigte er 2 h 53 min und legte eine Strecke von 225 km zurück.

Internationale Erfolge

Die Gebrüder Wright produzierten nach ihren ersten Erfolgen das Wright Model A. Bei diesem handelte es sich um einen Doppeldecker, mit welchem sie dann Flugshows rund um die Welt der Technik vorführten. So kamen die Gebrüder Wright dann im Jahr 1909 auch nach Potsdam, um die Flugfähigkeit ihres Flugzeuges auch den Deutschen demonstrieren zu können. Die Flugvorführungen der Gebrüder Wright waren es, die in Deutschland dann auch das Zeitalter der Motorflugzeuge einläuteten. Nahe Berlins, genauer gesagt in Johannisthal gründeten die Gebrüder Wright dann im Jahr 1909 die Firma „Flugmaschinen Wright“. Bis zum Jahr 1913 wurden in dieser deutschen Firma gut 60 Doppeldecker in Serie produziert. Die moderne Fliegerei wurde somit von den Gebrüdern Wright in Deutschland eingeläutet.

Das Ende einer Ära

Das Ende der Gebrüder Wright Ära begann mit dem Tod des ältesten Bruders Wilbur Wright im Jahr 1912 an Typhus. Mit 45 Jahren verstarb dieser Pionier viel zu früh aus Sicht seines Bruders. Orville Wright hat sich bis zu seinem eigenen Tod weiter in der Forschung rund um die Luftfahrt betätigt. Doch gelang ihm keine neue Erfindung, die weltweite Anerkennung erlangen könnte.
Schlagzeilen machten die Gebrüder Wright dann im späteren Verlauf, als ihre Patente angefochten wurden. Dieser Streit sollte mehrere Jahre dauern, doch war das Ergebnis nur noch von historischer Bedeutung. Die Flugmaschinen der Gebrüder Wright waren der technischen Entwicklung, welche sie selbst ausgelöst hatten schon nach einigen Jahren nicht mehr gewachsen. Deutsche und französische Konstruktionen waren den Wright Maschinen überlegen, da diese immer noch an ihrem Doppeldecker mit Schubpropeller festhalten wollten. So endete die große Ära der Gebrüder Wright.

Bild: Orville Wright before he grew a mustache, side view facing right, half length, Quelle: Wright Brothers Negatives, Library of Congress

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